Nach einer Nicht-Blog-Tätigkeit von über einem Monat schreibe ich heut nun nochmal was Neues.
Allerdings fehlt mir gerade die Motivation, meine überfließenden Gedankenergüsse hier festzuhalten.
Deshalb poste ich heute nur einen Text von einem Lied, welcher mich sehr beeindruckt.
Wir singen dieses Lied jetzt seit ca. 2 Wochen im Chor (ja, ich singe im Chor) und ich weiß nicht warum, aber er hat mich sehr berührt. Heute auch mal ohne entsprechendes Video, sondern nur den reinen Text. Ich bin auch nicht sonderlich christlich, aber ich empfinde diese Worte doch als traurig und tröstend zugleich. Aber lest selbst!
Geschrieben wurden diese Worte von einem gewissen Gabriel Seidl und alles läuft unter dem Titel: “Die Uhr”
Gabriel Seidl – Die Uhr
Ich trage wo ich geh’, stets eine Uhr bei mir.
Wie viel es geschlagen habe, genau seh’ ich an ihr.
Es ist ein großer Meister, der künstlich ihr Werk gefügt,
wenngleich ihr Gang nicht immer dem törichten Wunsche genügt.
Ich wollte, sie wäre rascher gegangen an manchem Tag,
ich wollte, sie hätte manchmal verzögert den raschen Schlag.
In meinen Leiden und Freuden, im Sturm und in der Ruh’,
was immer geschah im Leben, sie pochte den Takt dazu.
Sie schlug am Sarge des Vaters, sie schlug an des Freundes Bahr,
sie schlug am Morgen der Liebe, sie schlug am Traualtar.
Sie schlug an der Wiege des Kindes, sie schlägt, will’s Gott noch oft,
wenn bessere Tage kommen, wie meine Seele hofft.
Ward auch träger und drohte zu stocken ihr Lauf,
so zog der Meister immer, großmütig sie wieder auf.
Doch ständ’ sie still, dann wär’s gescheh’n;
der sie gefügt, bringt sie zum Gehn’.
Dann müsst ich zum Meister wandern, der wohnt am Ende wohl weit,
wohl draußen, jenseits der Erde, wohl dort in Ewigkeit.
Dann gäb ich sie ihm zurücke, mit dankbar kindlichem Fleh’n.
“Sieh, Herr, ich hab nicht’s verdorben, sie blieb von selber steh’n.”
Ich verkneife mir mal jedes weitere Wort zu diesem Text und wünsche euch eine gute Nacht.
So long.